Die weltweiten schlechten Nachrichten zu dem Thema US-Immobilienkrise überschlagen sich in der Presse. Täglich kommen neue Hiobsbotschaften rund um Milliardenbeiträge welche von Banken abgeschrieben werden müssen. Aktuell gehen Experten von weltweiten 500 Milliarden US-Dollar aus, welche durch betroffene Banken abgeschrieben werden müssen.
Viele Häuslebauer in Deutschland fragen sich nun, ob die Immobilienkrise der USA auch nach Deutschland kommt und welche Auswirkungen zu erwarten sind?
Deutschland hat einen großen Vorteil gegenüber den USA. In Deutschland sind die Immobilienpreise in den letzten Jahren nicht so stark gestiegen wie in den USA und zum anderen werden die Immobilienkredite in Deutschland besser finanziert. In den USA haben die Häuslebauer einen Immobilienkredit aufgenommen obwohl sie genau gewusste haben, diesen niemals bezahlen zu können. Hier wurde nur darauf spekuliert ein Haus zu bauen und dieses, wenn es fertig ist, aufgrund steigender Immobilienpreise gewinnbringend zu verkaufen. Durch die Einnahmen aus dem verkauf sollte dann der Kredit zurückgezahlt werden, inkl. einem Gewinn für den Häuslebauer. Solche Vorgehensweisen sind in Deutschland undenkbar. Baukreditanträge welche auf solch einer Strategie beruhen, würden von deutschen Banken nicht finanziert.
Währungsdarlehen
Problematisch könnte es für deutsche Häuslebauer nur dann werden, wenn diese in den letzten Jahren eine Währungskredit, oder auch Währungsdarlehen genannt, aufgenommen haben um die eigenen 4 Wände zu bezahlen. Durch den gegenüber anderen Währungen stark gestiegenen EUR kann es hier zu Problemen kommen. Da diese Finanzierungsform jedoch nur von wenigen Kreditnehmern umgesetzt worden ist, halten sich mögliche Ausfälle in Grenzen.
Eigenkapital
Wer jetzt den Wunsch nach einem eigenen Haus hat, der sollte bei Kreditverhandlungen so viel Eigenkapital wie möglich mitbringen, denn dann ist die Finanzierung auch in schwierigen Zeiten durchführbar und zum anderen ist der aufzunehmende Kreditbetrag geringer.
Günstige Bauzinsen
Durch die weltweiten Zinssenkungen der Notenbanken wird es den Banken erleichtert Geld bei diesen aufzunehmen. Je niedriger die Notenbankzinsen sind, desto weniger Zinsen müssen die Banken für das geliehene Geld an die Notenbanken zahlen. Kommen die Banken günstiger an frisches Geld heran, können diese es auch zu günstigeren Konditionen an die Kreditsuchenden weitergeben.
Dies kann man sehr schön an den aktuellen Bauzinsen erkennen. So liegen die Bauzinsen bei 5-jährige Laufzeiten sehr nahe an der 4-Prozent-Grenze. Auch bei einer Laufzeit von 10 Jahren sind die Bauzinsen auf unter 4,5% gesunken. Dies sind attraktive Konditionen für Kreditnehmer.
