Das Fremdwährungsdarlehen wird, wie man aus dem Namen bereits erkennen kann, in einer fremden Währung aufgenommen und stellt damit eine andere Möglichkeit der Baufinanzierung dar.
Das oberste Ziel dieser Darlehensart ist die Ausnutzung von Zinsunterschieden und Währungsunterschieden in anderen Ländern. So befindet sich zum Beispiel Japan noch immer in einer Phase extrem niedriger Zinsen, auch die Schweiz vergibt Darlehen mit deutlich geringeren Konditionen. So sind Baufinanzierungsdarlehen bereits ab einem Zins von unter 2% p.a. zu bekommen.
Neben den Chancen auf geringe Zinsen ist das Fremdwährungsdarlehen jedoch auch mit Risiko, und zwar dem Währungsrisiko, behaftet. So erfolgt die Zahlung von Zins und Tilgung immer in der fremden Währung zum jeweils aktuellen Umrechnungskurs. Generell erfolgt während der Laufzeit lediglich die Zinszahlung, die Tilgung wird am Ende der Laufzeit in einer Summe vorgenommen. Hierzu wird entweder ein Aktiensparplan oder eine Lebensversicherung abgeschlossen.
Vorteile im Überblick:
- Chance auf zinsgünstige Darlehen durch Ausnutzung der unterschiedlichen Zinssätze in verschiedenen Ländern
- Chance auf Währungsgewinne und damit auf weniger zu zahlende Darlehenszinsen
Steigt der Kurs der Währung während der Laufzeit des Fremdwährungsdarlehens, ist ein höherer Betrag zurückzuzahlen, denn der Darlehensbetrag, umgerechnet in Euro, erhöht sich. Auf der anderen Seite können Kunden, die auf sinkende Währungskurse (Umrechnungskurs zwischen EUR und der jeweiligen Landeswährung) spekulieren, auch Gewinne erzielen. Sinkt nämlich die Fremdwährung, sinkt auch der zu zahlende Darlehensbetrag, die Schuld verringert sich.
Um das Risiko der Währungsschwankungen zu begrenzen, sollten Kunden sich die jeweilige Währung und die Kursentwicklung der letzten Zeit ansehen. Zusätzlich ist es sinnvoll sich Informationen über die weitere konjunkturelle Entwicklung des Landes in den nächsten Monaten einzuholen. Dabei kann zum einen das Internet helfen, und zum anderen kann man sich bei verschieden Finanzdienstleister zu dem Thema Fremdwährungsdarlehen beraten lassen.
Risiken im Überblick:
- Währungsrisiko – Schwankungen zwischen den beiden Landeswährungen (EUR und Fremdwährung) und damit ein verschlechtertes Tauschverhältnis
- Zinsrisiko – Die Zinsraten können auch in den anderen Ländern nach oben angepasst werden. Bei variablen Darlehen kann dies zu einem erhöhen Risiko führen.
Aufgrund der Kursschwankungen sollten Fremdwährungsdarlehen nur mit kurzen Zinsbindungszeiten und Laufzeiten ausgestattet werden. So können Kunden kurzfristig auf die Schwankungen reagieren und ggf. umschulden.
Fremdwährungsdarlehen werden aufgrund der vorhandenen Risiken daher vornehmlich an Kunden mit einer guten bis sehr guten Bonität vergeben. Von einer guten Bonität spricht man bei Kunden mit hohem Einkommen und keinem oder nur einem geringen persönlichen Verschuldungsgrad. Diese Personen können mögliche Kursschwankungen deutlich besser regulieren und eventuelle Verluste ausgleichen.
Schon gewusst zu dem Thema Fremdwährungsdarlehen
Fremdwährungskredit und Fremdwährungsfinanzierung sind zwei weitere Begriffe, welche auf die gleiche Verfahrensweise abzielen.
